Suche schließen

Gedenkhinweise: Das „Mitmach-Raum-Tagebuch“ ist nun auch im öffentlichen Raum präsent

Veröffentlicht: 14.06.2024 / Aktualisiert: 15.06.2024

Idee der „Gedenkhinweise“

Die Thematik des Kriegsendes im Tharandter Wald war bisher nur durch Gräber und einzelne Erinnerungszeichen präsent. Dazu gehören das in privater Initiative geschaffene Panzerdenkmal zwischen Pohrsdorf und Herzogswalde, die Gräber und Gedenkzeichen für Opfer der Todesmärsche in Fördergersdorf, Herzogswalde und Tharandt, das Grab der sechs Hitlerjungen im Wald bei Kurort Hartha sowie die auf verschiedenen Friedhöfen und im Wald liegenden Gräber deutscher Soldaten, die in den letzten Kriegstagen gefallen sind.

Panzerdenkmal zwischen Pohrsdorf und Herzogswalde. 2020. /// Gedenkstein und -tafeln für Opfer des Todesmärsche auf dem Friedhof Tharandt. 2020. /// Soldatengrab unterhalb des Landbergs. 2023.

An vielen Schauplätzen des Kriegsendes gab es bislang allerdings noch keine Erinnerungszeichen oder Informationen. Um Abhilfe zu schaffen, wurden auf Initiative des Verkehrs- und Verschönerungsvereines Tharandter Wald e.V. / André Kaiser im Mai 2024 erste „Gedenkhinweise“ realisiert. Dabei handelt es sich um kleine Schilder, die wichtige Orte aus dem Mitmach-Raum-Tagebuch markieren und via QR-Code zu den entsprechenden Beiträgen führen.

Unter einem Wegweiser angebrachter Gedenkhinweis am Buchenweg beim Folgengut in Kurort Hartha mit Inhalt des Schildes rechts.

Aktuelle Stationen der „Gedenkhinweise“

Bisher wurden folgende sieben Gedenkhinweise als Prototypen in Grillenburg und Kurort Hartha realisiert:

1 Grillenburg, auf der Brücke zur Schlossinsel
Gedenkhinweis zum Sächsischen Jägerhof und zur Verlegung der Sächsischen Reichsstatthalterei von Dresden nach Grillenburg > zum Beitrag

2 Kurort Hartha, Bushaltestelle beim Forsthaus
Gedenkhinweis zur kriegsbedingten Verlegung eines Entbindungsheims nach Kurort Hartha > zum Beitrag

3 Kurort Hartha, Schild Kurplatz
Gedenkhinweis zur Einrichtung einer Dolmetscherinnenschule bzw. Einsatzstelle für Stabshelferinnen im Kurhaus Kurort Hartha > zum Beitrag

4 Kurort Hartha, Parkplatz gegenüber dem Erbgericht
Gedenkhinweis zur geplanten Zerstörung des Dorfkerns von Kurort Hartha nach dem 8. Mai 1945 > zum Beitrag

5 Kurort Hartha, Lichtmast bei der Grundschule
Gedenkhinweis zur kriegsbedingten Verlegung des Landratsamtes Dresden nach Kurort Hartha > zum Beitrag

6 Kurort Hartha, Infotafel gegenüber der Talmühle
Gedenkhinweis zum Todesort von drei Gefangenen des Todesmarschs aus dem KZ-Außenlager Neu-Staßfurt > zum Beitrag

7 Kurort Hartha, Mast am Buchenweg / Folgengut
Gedenkhinweis zur Übernachtung der Gefangenen des Todesmarschs aus dem KZ-Außenlager Neu-Staßfurt auf dem Folgengut Kurort Hartha vom 20. Zum 21. April 1945 und dem tot aufgefundenen Gefangenen > zum Beitrag

Lage der Gedenkhinweise 2 bis 7 in Kurort Hartha.

Bis zum Tag des offenen Denkmals am 8. September 2024 sollen weitere „Gedenkhinweise“ angebracht werden. An diesem Tag ist dann ein öffentlicher Rundgang geplant.