Die Schlossinsel Grillenburg steht aktuell vor großen Veränderungen, denn dort soll in den nächsten Jahren das gemeinsame Tagungszentrum der TU Dresden mit den Lehr- und Forschungseinrichtungen des Freistaates Sachsen eingerichtet werden.
Die Schlossinsel ist geschichtsträchtig. Schon im frühen Mittelalter als Jagdpfalz und ab dem 16. Jahrhundert als kurfürstliche Jagdanlage genutzt, war der Standort auch während der NS-Zeit von großer Bedeutung. Ab 1935 ließ der Sächsische Reichsstatthalter Martin Mutschmann das Areal unter Einbeziehung des vorhandenen Schlosses zum „Sächsischen Jägerhof“ aus- und umbauen. Nach den Luftangriffen Dresden um den 13. Februar 1945 wurde der Sitz der Sächsischen Landesregierung auf die Schlossinsel Grillenburg verlegt, mit schwerwiegenden Folgen für die lokale Bevölkerung.
Über diese letzten Wochen des Endes des Zweiten Weltkrieges in Grillenburg wird Anke Binnewerg vom Projekt „Das Kriegsende im Tharandter Wald – Ein Mitmach-Raum-Tagebuch“ berichten. Danach wird André Kaiser, Ortschronist und Ortsvorsteher von Kurort Hartha, die Nutzung und Bedeutung der Schlossinsel während der DDR-Zeit ansprechen und über den aktuellen Stand des Umbaus zum Tagungszentrum informieren. Anschließend ist viel Zeit für Fragen, Gespräche und Austausch.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Weitere Informationen zu der Thematik in folgenden Raum-Tagebuch-Beiträgen: